Einen Hund zum gehorsam zu erziehen, ist eine Sache. Eine echte Bindung zu ihm aufzubauen und ihn zu verstehen, verlangt schon etwas mehr Aufmerksamkeit. Viele Probleme im Alltag mit dem Hund entstehen durch Missverständnisse zwischen Hund und Herrchen.
In diesem Video erfährst du einen kleinen Überblick über die Körpersprache deines Hundes und was er dir damit sagen will. Lehne dich zurück und lasse dich inspirieren.

 

 

Die Körpersprache seines Hundes richtig zu deuten, ist eine wichtige Grundvoraussetzung um eine gute Beziehung zu seinem Liebling aufzubauen. Verstehst du was dein Hund dir sagt?

Hier noch mal die wichtigsten Infos aus dem Video im Überblick:

Der Schwanz des Hundes:

  • Situation#1: Der Hund wedelt langsam mit herabgesenktem Schwanz. Er versucht die Situation einzuschätzen und Überlegt was er als nächstes tun soll. Schaut er dich dabei an, ist es eine direkte Frage an dich. „Was jetzt Chef?“
    Ist der Schwanz immer noch herabgesenkt, wedelt aber schnell, ist das ein Zeichen dafür, dass er deine Autorität respektiert und auf deinen Nächsten Schritt / deine nächste Reaktion wartet. Je schneller der Schwanz dabei wedelt, desto aufgeregter ist er dabei.
  • Situation#2: Schwanz steht gerade nach oben. Dies soll Selbstsicherheit und Stärke demonstrieren. Diese Geste ist eine direkte Herausforderung ala „Mach mich blos nicht blöd an! Sonst gibts Ärger!“. Dabei wedelt der Schwanz nicht, sondern er zittert. Das Zittern ist in diesem Fall kein Zeichen von Freude, sondern von Anspannung. Je stärker der Schwanz zittert, desto angespannter ist der Hund und desto wahrscheinlicher ist eine Attacke von ihm. Gerade wenn sich zwei dominante Rüden begegnen kann man dieses Ritual bei der Begrüßung oft beobachten. Hier sollte man nicht zu lange rumstehen und sich mit dem Besitzer Unterhalten, da diese Hunde sonst erst recht mit dem Kräftemessen anfangen.
  • Situation#3: Der Schwanz ist eng zwischen die Hinterbeine oder gar ganz unter den Bauch geklemmt. Dies bedeutet das er unsicher (Hinterbeine) bis sehr verängstigt (unter dem Bauch) ist. Er kann sich vor einem Geräusch, einem Menschen oder Hund oder aber auch einfach vor einer Unbekannten Situation fürchten.

Die Augen des Hundes:

  • Situation#4: Die Augen sind weit geöffnet und alamiert. Dein Hund ist gerade sehr Aufmerksam. Deshalb solltest du es auch sein. Ist der Blick an dich gerichtet, so wartet er auf deine Reaktion. Einem fremden Hund solltest du nicht so lange in die Augen schauen. Dies könnte er als Herausforderung auffassen.
  • Situation#5: Ein entspannter Gesichtsausdruck, gepaart mit blinzelnden Augen, zeigt dir das dein Hund entspannt und zufrieden ist. Jetzt ist die beste Zeit um etwas mit ihm zu Unternehmen. Hast du das Gefühl dein Hund blinzelt sehr häufig, könnte es auch sein dass er gereizte Augen hat. Die solltest du dann von einem Tierarzt abklären lassen

Die Ohren des Hundes:

  • Situation#6: Die Ohren sind nach vorne geneigt oder stehen gerade nach oben. Irgendetwas oder irgendjemand hat seine Aufmerksamkeit extrem erregt.
  • Situation#7: Die Ohren sind flach, seitlich am Kopf angelegt. Der Körper ist geduckt. Dies kann für Angst aber auch für Unterwerfung stehen. Ist dein Hund dabei defensiv und möchte eher zurück, spricht es für Unsicherheit. Geht er neugirig nach vorne, ist es eine Unterwerfungsgeste. Oft wird dabei dann auch versucht an den Mundwinkeln des anderen zu lecken. Ein weiteres Zeichen für Unterwerfung und gleichzeitig aber auch eine Bitte an das Gegenüber nach Zuwendung.

Das Gesicht des Hundes:

  • Situation#8: Der Hund gähnt. Hunde gähnen in stressigen Situationen oder wenn sie sich beherrschen müssen um sich selbst zu beruhigen. Schaut der Hund dabei zu dir, kann das auch ein Zeichen von Verbundenheit sein. Manchmal ist er aber auch einfach nur müde.
  • Situation#9: Der Hund leckt sich über die Nase. Dies dient, wie das Gähnen auch, hauptsächlich dazu sich selbst zu beruhigen.
  • Situation#10: Der Hund zeigt seine Zähne ohne zu knurren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass er gerade etwas für sich beansprucht. Oft sieht man dieses Verhalten bei Auseinandersetzungen um Resourcen wie Futter, Wasser, Spielzeug oder aber auch Personen. Dir gegenüber solltest du dir dieses Verhalten von deinem Hund nicht gefallen lassen. Begenet dir ein Fremder Hund auf diese Weise, dann halte lieber Abstand.

Die Körperhaltung deines Hundes:

  • Situation#11: Dein Hund legt sich auf den Rücken und präsentiert dir seinen Bauch. Dies ist ein Zeichen von Vertrauen und Unterwerfung. Du kannst ihm den Bauch kraulen, um ihm zu zeigen dass du dieses Verhalten toll findest. Massiere ruhig weiter. Hunde lieben es!
  • Sitautaion#12: Wenn dein Hund sich mit dem Kopf an dein Knie anlehnt oder schmust, bittet er um deine Aufmerksamkeit. Oft stupst er dabei deine Hand mit der Nase an. Damit will er dir sagen: „Los! Streichel mich ein bisschen. Ich brauche gerade deine Zuneigung.“
  • Situation#13: Legt dein Hund eine Pfote oder seinen Kopf demonstrativ auf dir ab und blickt dir dabei direkt in die Augen, möchte er dich dominieren. Erwidere seinen Augenkontakt, während du ihn zurück drängst um dir wieder Bewegungsfreiheit zu verschaffen. So zeigst du ihm, dass du dich von ihm nicht unterdrücken lässt.
  • Sitautaion#14: Angehobene Vorderpfote. Eine angehobene Vorderpfote ist in der Hundewelt wie ein Fragezeichen. Ist der Hund dabei zurückhaltend, mit gesengtem Kopf und angelegten Ohren spricht die Angehobene Pfote für unsicherheit. Sind die Ohren dabei nach vorne gerichtet und der Hund aufmerksam, steht die angehobene Pfote für Neugier. Der Hund hat etwas interesanntes entdeckt, weiß aber noch nicht wie er sich verhalten soll. Schaut er dabei zu dir, ist es eine direkte Frage.
  • Situation#15: Dein Hund dreht dir den Rücken zu oder liegt mit dem Po zu dir. Glückwunsch. Dies ist ein großes Zeichen von Vertrauen. Du hast es geschafft eine gute Bindung aus Freundschaft und Vertrauen zu deinem Hund aufzubauen. Weiter so.
  • Situation#16: Der Hund schüttelt sich. Hunde schütteln sich nicht nur nachdem sie aus dem Wasser kommen, sondern Vorzugsweise nach einer aufregenden Situation um die überschüssige Anspannung abzubauen. Gerade wenn zwei Hunde aneinander geraten sind oder eine unangenehme Begegnung hatten, sieht man hinterher wenn die Luft wieder rein ist dieses Stress abschütteln.

Ich hoffe du verstehst deinen Hund nun etwas besser. Schreib mir doch mal deine Meinung unten in die Kommentare.

 

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